Therapieverfahren

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie ist ein störungsorientierter Ansatz, bei dem es darum geht Strategien zu Selbsthilfe zu entwickeln.
Nach einer ausführlichen Problem-und Entstehungsanalyse werden die Ziele für die Therapie gemeinsam erarbeitet. Danach unterstütze ich Sie darin die spezifischen Probleme zu bewältigen. Dazu entwickeln wir einen individuellen Behandlungsplan, der besonders moderne und integrative Techniken der Verhaltenstherapie mit einbezieht, wie z.B. die Arbeit mit Vorstellungsbildern und Achtsamkeitsübungen.


Traumatherapie

„Das Ziel jeder Traumabehandlung, […] ist es wieder hier zu sein und nicht dort.“
(Bessel van der Kolk, 2002)


Menschen, die ein psychologisches Trauma erlebt haben, leiden oft noch lange Zeit unter den Nachwirkungen. Diese können in Form von Ängsten, inneren Spannungszuständen, Flashbacks, der mangelnden Fähigkeit Gefühle zu regulieren, Alpträumen, Schlafproblemen, depressiven Verstimmungen und einer generell erhöhten Reizbarkeit, sowie einer Vielzahl von körperlichen Symptomen auftreten. Es ist oft nicht mehr möglich sich sicher im eigenen Körper und in der Welt zu fühlen, was Auswirkungen auf die Bindungsfähigkeit haben kann.

Der Kern der posttraumatischen Belastungsstörung ist die noch nicht stattgefundene Integration des Ereignisses in das Erinnerungssystem unseres Gehirns, welches erlebte Ereignisse in einem Raum-Zeit Rahmen einordnet. Dies hat zur Folge, dass Teile des Traumas emotional, sensorisch und körperlich wiedererlebt werden und den Menschen immer wieder in die traumatische Vergangenheit lenken.

Eine spezielle Traumatherapie hat zum Ziel, wieder ein Gefühl der Sicherheit und der Kontrolle im eigenen Körper erlangen zu können. Stabil im „Hier und Jetzt“ sein zu können, sowie dasErlebte so zu integrieren, dass traumatische Gefühlszustände nicht mehr plötzlich und unerwartet ausgelöst (getriggert) werden. Ein weiteres Ziel der Traumatherapie ist eine allgemeine Stärkung der Person.

Vorhandene Ressourcen sollen mobilisiert und erweitert werden mit Hilfe verschiedener Techniken (u.a. EMDR-Ressourcen-Protokoll, Imaginationsübungen, Achtsamkeitsübungen).



„EMDR“ Eye Movement Desensitization and Reprocessing

EMDR ist eine von Dr. Francine Shapiro 1987 entwickelte therapeutische Methode. Nach neueren Metaanalysen gilt die Methode als eines der effektivesten Verfahren zur Behandlung einer posttraumatischen Belastungsstörung. EMDR folgt dabei einem Vorgehen in acht Phasen.

Der Kern der Methode besteht in einer bilateralen Stimulierung (z.B. Augenbewegungen, Fingerberührungen oder akustische Signale) und dem gleichzeitigen Fokussieren des traumatischen Ereignisses.

Auch wenn EMDR mit den Behandlungsplänen verschiedener Therapieformen vereinbar ist, setzt es doch die Einbettung in ein grundsätzlich psychotraumatologisch orientiertes Behandlungskonzept und klinische Erfahrung voraus.

EMDR ist ein Verfahren mit deutlicher Wirkung, das aber auch nicht ohne Kontraindikationen ist. Eine Behandlung mit EMDR sollte daher nur von entsprechend fortgebildeten Ärzten oder Psychologen, durchgeführt werden.


Sensumotorische Psychotherapie

Sensumotorische Psychotherapie ist eine körperorientierte Psychotherapie, die 1980 von Pat Ogden entwickelt wurde, basierend auf den Prinzipien der Hakomi Therapie. Sensumotorische Psychotherapie verbindet neurowissenschaftliche, bindungstheoretische und kognitive Ansätze der Psychotherapie mit körpertherapeutischen Grundlagen.
In der Behandlung wird das Narrativ einer belastenden Situation mit den entsprechenden Körperwahrnehmungen in einen Zusammenhang gebracht. Daraus werden Interventionen abgeleitet, die einen direkten Einfluss auf die neurobiologischen Folgen des Traumas haben. Im Gegensatz zu gesprächsfokussierten Therapiemethoden werden körperliche Empfindungen und Wahrnehmungen als Einstieg in die Behandlung benutzt.